Logo von nextlevels
Shop kostenlos prüfen

Shopware 6 Versionen: Update-Fahrplan

Welche Version aktuell ist, wann 6.5, 6.6 und 6.7 aus dem Support fallen, was Shopware 6.8 im Jahr 2027 verlangt und in welcher Reihenfolge du deinen Shop aktualisierst

Die riskanteste Shopware-Version ist selten die älteste. Es ist die, von der im Team alle glauben, sie sei noch im Support.

Nimm einen Shop auf 6.6.5. Shopware 6.6 ist im erweiterten Support, also alles in Ordnung? Leider nicht. Der erweiterte Support gilt nach Shopwares Release-Policy nur für den letzten Minor-Stand eines Major-Zyklus, bei 6.6 also für 6.6.10. Alle anderen 6.6-Stände bekommen keine Patch-Releases mehr, nur noch Sicherheitsfixes über ein Plugin. Und dieses Plugin deckt Lücken in Symfony oder Twig ausdrücklich nicht ab.

Dieser Leitfaden ordnet die Shopware-6-Versionen ein: welche aktuell ist, wie lange 6.5, 6.6 und 6.7 Updates bekommen, was 6.8 im Jahr 2027 verlangt und in welcher Reihenfolge du updatest. Alle Angaben stammen aus Shopwares Release-Notes, Versionskalender, Entwicklerdokumentation und Ankündigungen, Stand Oktober 2026.

Shopware 6 Versionen im Oktober 2026: 6.5, 6.6, 6.7 und das für 2027 geplante 6.8 mit Support-Status
Shopware 6 Versionen im Oktober 2026: 6.5, 6.6, 6.7 und das für 2027 geplante 6.8 mit Support-Status

Welche Shopware-6-Version ist aktuell?

Aktuell ist Shopware 6.7. Das Major-Release erschien am 17. Juni 2025, nach fünf Release Candidates zwischen März und Mai. Seitdem liefert Shopware jeden Monat ein Minor-Release mit neuen Funktionen, den jeweils aktuellen Stand zeigen die Release-Notes. Die nächste Major-Version hat Shopware im November 2025 von 2026 auf 2027 verschoben.

Die Versionsnummer folgt laut Shopware der semantischen Versionierung, mit einer vorangestellten 6 für die Produktgeneration. Die zweite Stelle steht für das Major-Release, die dritte für das Minor-Release, die vierte für den Patch. In 6.6.10 steckt also Major 6.6 mit Minor-Stand 10.

Für die Planung zählt der Unterschied der Update-Arten. Minor- und Patch-Updates bringen Funktionen, Bugfixes und Sicherheitspatches. Laut Shopware brauchen sie keine besondere Aufmerksamkeit, solange deine Erweiterungen keine internen oder experimentellen APIs nutzen. Major-Updates erscheinen in der Regel einmal im Jahr, räumen die Codebasis auf und bringen Breaking Changes. Dort brechen Plugins, Themes und Konfigurationen.

Ein Detail hilft bei der Einordnung: Major-Releases sind bei Shopware keine Feature-Releases. Sie legen laut Hersteller die technische Basis, die neuen Funktionen folgen in den Minor-Releases danach. Wer auf der Vorversion bleibt, bekommt im erweiterten Support laut Shopware Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates, aber keine neuen Funktionen mehr.

Shopware 6 Versionen im Überblick: Wer wie lange Support bekommt

Shopware unterscheidet im Versionskalender vier Zustände. „Maintained“ ist der aktuelle Minor-Stand des laufenden Majors, er bekommt bei Bedarf Patch-Updates. „Extended Support“ erhält der letzte Minor-Stand eines Majors, sobald das nächste Major erscheint: ausgewählte Bugfixes und Sicherheitsupdates als direkte Patches. „Security fixes only“ heißt Sicherheitsfixes nur noch über das Security-Plugin. „End of Life“ heißt kein Support mehr.

Den Rahmen hat Shopware im Februar 2024 mit der neuen Release-Policy gesetzt: ein Jahr erweiterter Support für den letzten Minor-Stand, danach ein weiteres Jahr Sicherheitsfixes über das Plugin, zusammen rund zwei Jahre. Der Kalender stellt aber klar, dass die Übergänge an Major-Releases hängen und an keinem festen Datum. Weil 6.8 auf 2027 gerutscht ist, läuft der erweiterte Support für 6.6 bis zum Release von 6.8.

Shopware 6 Versionen: Release, Support-Status und technische Basis (Stand Oktober 2026)
Version Erschienen Status im Oktober 2026 Updates bis (laut Versionskalender) Mindest-PHP, Symfony
6.4 4. Mai 2021 End of Life Sicherheitsfixes endeten im Mai 2025 PHP 7.4, Symfony 5
6.5 bis 6.5.7 3. Mai 2023 End of Life beendet PHP 8.1, Symfony 6
6.5.8 18. Januar 2024 Nur Sicherheitsfixes per Plugin voraussichtlich Ende Februar 2027 PHP 8.1, Symfony 6
6.6 bis 6.6.9 21. März 2024 Nur Sicherheitsfixes per Plugin voraussichtlich Ende Februar 2027 PHP 8.2, Symfony 7
6.6.10 19. Februar 2025 Extended Support mit Patch-Updates Patches bis zum Release von 6.8, danach Sicherheitsfixes bis voraussichtlich Ende Februar 2028 PHP 8.2, Symfony 7
6.7, ältere Minor-Stände ab 17. Juni 2025 Nur Sicherheitsfixes per Plugin voraussichtlich Ende Februar 2028 PHP 8.2, Symfony 7
6.7, aktueller Minor-Stand monatlich Maintained laufend PHP 8.2, Symfony 7
6.8 geplant für 2027 in Entwicklung offen vorläufig PHP 8.5, Symfony 8

Die Daten in der vierten Spalte sind aus der Grafik im Versionskalender abgelesen und auf den Monat gerundet. Rechne sie als Planungsgröße mit Puffer.

Shopware Versionen Support-Ende: Zeitstrahl von 6.4 bis 6.8 mit Maintained, Extended Support, Sicherheitsfixes und End of Life
Shopware Versionen Support-Ende: Zeitstrahl von 6.4 bis 6.8 mit Maintained, Extended Support, Sicherheitsfixes und End of Life

Bei 6.5 wirken zwei Shopware-Quellen widersprüchlich. Der Kalender führt 6.5.8 bis voraussichtlich Ende Februar 2027 mit Sicherheitsfixes über das Plugin. In den Release-Notes hieß es dagegen schon im Mai 2025, das sei der letzte Patch für die 6.5-Serie gewesen. Im Juni 2026 kam trotzdem noch einer, als ausdrückliche Ausnahme für eine Sicherheitslücke in Twig.

Beides passt zusammen: Patch-Releases gibt es für 6.5 nicht mehr, das Plugin schließt bis zum Ende des Zeitraums nur noch Lücken im Shopware-Code. Für die Planung heißt das: Behandle 6.5 so, als sei der Support schon vorbei.

Was sich in Shopware 6.5, 6.6 und 6.7 geändert hat

Wer Majors überspringt, holt deren Breaking Changes auf einmal nach. Deshalb lohnt der Blick darauf, was jeweils umgebaut wurde, vor allem dort, wo eigener Code betroffen ist.

Shopware 6.5: Bootstrap 5 und eine Storefront ohne jQuery

Shopware 6.5 erschien am 3. Mai 2023. Für Händler mit eigenem Theme zählte vor allem der Storefront-Umbau: Update auf Bootstrap 5, jQuery entfernt. Jedes Theme- oder Plugin-Skript, das noch auf jQuery setzte, musste auf Vanilla JavaScript umgestellt werden oder jQuery selbst mitbringen. Dazu kamen ein Symfony-Update mit neuer Message Queue, ein neuer Updater, die Integration von OpenSearch mit weiterer Unterstützung für Elasticsearch und PHP 8.1 als Mindestversion.

Shopware 6.6: Vue 3 in der Administration

Shopware 6.6 folgte am 21. März 2024 und hob den Technik-Stack an: Node 20, Vue 3, Webpack 5, Symfony 7, PHP 8.2, MariaDB 10.11 und Redis 7.0. Der Wechsel auf Vue 3 betraf alle Plugins mit eigenen Modulen in der Administration. Funktionen, die vorher hinter Feature-Flags lagen, wurden Standard.

Händler bekamen laut Shopware schnellere Storefront-Seiten und eine schnellere Indexierung mehrsprachiger Shops. In Shopwares eigenen Tests lief die Indexierung von 25.000 Produkten in sechs Sprachen sechsmal so schnell. Einige Verbesserungen für Barrierefreiheit steckten schon in 6.6, allerdings hinter einem Feature-Flag. Einzelne Accessibility-Updates hat Shopware außerdem nach 6.6 zurückportiert.

Shopware 6.7: Barrierefreiheit, Vite und Pinia

Seit 6.7 sind die Anpassungen für den European Accessibility Act (EAA) standardmäßig aktiv: optimierte Templates, angepasste Schriftgrößen, semantisches HTML. Für die Administration wechselte Shopware von Webpack zu Vite. Plugins mit Admin-Komponenten brauchen deshalb getrennte Fassungen für 6.6 und 6.7. Vue 3 ist vollständig umgesetzt, das State-Management wanderte von Vuex zu Pinia. Dazu kommen ein überarbeiteter Cache mit verzögerter Invalidierung und neue Versionen zentraler Bibliotheken, darunter DBAL 4 und PHPUnit 11.

Barrierefreiheit kommt mit dem Update nur so weit, wie dein Theme sie zulässt. Shopware weist selbst darauf hin, dass eigene Themes weiter Arbeit brauchen. Was das konkret bedeutet, steht in unserer BFSG-Checkliste für Shopware 6.

Eine Änderung der 6.7-Reihe betrifft eine Meldepflicht, die vertraglich schon bestand. Seit April 2026 meldet ein Shop ab Version 6.7.8 sein Gross Merchandise Volume (GMV) automatisch an Shopware. Das gilt für Plan-Kunden (Rise, Evolve, Beyond) und für Shops der Community Edition, die mit Shopware Account und Extension Store verbunden sind. Übertragen werden laut Shopware nur das aggregierte GMV und die Zahl der Bestellungen pro Tag.

Relevant wird das für Shops der Community Edition ab einem GMV von mehr als einer Million Euro im Jahr: Wer dann Account und Store weiter nutzen will, braucht einen der kostenpflichtigen Pläne. Was die Pläne kosten, steht auf unserer Seite zu Lizenz- und Betriebskosten von Shopware.

Shopware 6.8: Was 2027 auf dich zukommt

Shopware 6.8 ist für 2027 angekündigt, einen Termin gibt es noch nicht. Was sich ändert, dokumentiert Shopware fortlaufend in der Upgrade-Datei auf GitHub. Sie ist ein Arbeitsstand und kann sich bis zum Release noch ändern. Stand Oktober 2026 stehen dort unter anderem diese Punkte:

  • PHP 8.5 wird Mindestversion, bisher war es 8.2. Shopware unterstützt PHP 8.5 schon ab 6.7.6 und in aktuellen 6.6.10-Ständen, du kannst also vorher umstellen.
  • Die Datenbank braucht mindestens MySQL 8.4 oder MariaDB 11.4.
  • Symfony 8 und Twig 4 kommen. Symfony 8 lädt keine XML-Konfiguration mehr. Plugins, die noch eine services.xml mitbringen, scheitern mit einer Exception. XML-Dateien im config/-Verzeichnis des Projekts werden ohne Fehlermeldung ignoriert. Shopware-eigene Formate wie config.xml und custom-fields.xml sind nicht betroffen.
  • Inline-Microdata verschwindet aus den Storefront-Templates, strukturierte Daten kommen nur noch als JSON-LD. Eigene Schema-Erweiterungen im Theme müssen umziehen.

Dazu kommt das Ende der B2B Suite. Ab 6.8 wird sie nicht mehr unterstützt, Shopware rät zur zügigen Migration auf die B2B Components. Wie der Umstieg abläuft, beschreibt unser Beitrag zur Migration von der B2B Suite auf die B2B Components.

Kurz gesagt: Der Sprung auf 6.8 ist zuerst ein Infrastruktur-Update. PHP, Datenbank und Hosting müssen mitziehen, bevor der Shop es kann. Ob dein Server das hergibt, klärst du besser jetzt als im Release-Monat. Beim Shopware-Hosting mit nextlevels übernehmen wir Deployments und Updates mit.

Für den Kalender gilt: Mit dem Release von 6.8 fällt 6.6.10 in die Phase reiner Sicherheitsfixes. Vom 6.7-Zweig bekommt dann nur noch der letzte Minor-Stand Patch-Updates.

Shopware-Update: Fahrplan nach Ausgangsversion

Shopwares eigene Empfehlung zu Updates ist schlicht: von jedem Major auf das nächste wechseln und innerhalb eines Majors ruhig länger auf einem Minor-Stand bleiben, wenn du keine neuen Funktionen brauchst. Vom Überspringen ganzer Majors rät die Doku ab, solange der komplette Upgrade-Pfad nicht ausdrücklich getestet ist.

Interessant ist ein Satz in Shopwares Update-Anleitung: Der Wartungsaufwand sei unterm Strich gleich, ob du lange wartest oder regelmäßig aktualisierst. Das Risiko verteilt sich aber anders. Ein großer Sprung bündelt alle Breaking Changes in einem einzigen Projekt, mit einem einzigen Go-live.

Shopware-Update-Fahrplan: nächster Schritt je Ausgangsversion
Ausgangsversion Lage Nächster Schritt
Shopware 5 End of Life seit Ende Juli 2024, kein Update-Pfad zu Shopware 6 Migration: Daten übernehmen, Theme und Plugins auf Shopware 6 neu bauen
6.4 End of Life seit Mai 2025, keine Sicherheitsfixes mehr Neuaufbau gegen Major-für-Major-Update (6.5, 6.6, 6.7) durchrechnen
6.5.8 Keine Patch-Releases mehr, Sicherheitsfixes nur per Plugin Jetzt auf 6.6 und direkt weiter auf 6.7 planen
6.5 unter 6.5.8 End of Life seit Mai 2025, keine Sicherheitsfixes mehr Sofort auf 6.5.8, das Update auf 6.6 und 6.7 direkt anschließen
6.6 bis 6.6.9 Sicherheitsfixes nur per Plugin Sofort auf 6.6.10, danach 6.7 vor dem Release von 6.8
6.6.10 Extended Support bis zum Release von 6.8 Update auf 6.7 abschließen, bevor 6.8 erscheint
6.7 Aktuell Minor-Stände nachziehen, PHP 8.5 und Datenbank für 6.8 vorbereiten
Shopware Update: nächster Schritt je laufender Version von Shopware 5 bis 6.7
Shopware Update: nächster Schritt je laufender Version von Shopware 5 bis 6.7

Shopware 5 ist ein Sonderfall. Zwischen Shopware 5 und 6 gibt es kein Update, nur eine Migration: Die Daten wandern über den Shopware Migration Assistant, Theme und Plugins entstehen auf Shopware 6 neu. Wie das ohne Rankingverlust gelingt, steht in unserem Beitrag zur Shop-Migration ohne SEO-Verlust. Den Ablauf als Projekt zeigt unsere Seite zur Shopware-Migration.

Bei 6.4 lohnt eine ehrliche Rechnung. Drei Majors bedeuten drei Runden Breaking Changes: jQuery raus, Vue 3, Vite. Ein Shop mit vielen eigenen Plugins kann über diese Zeit so viel technische Schuld angesammelt haben, dass ein sauberer Neuaufbau auf 6.7 günstiger sein kann als drei Updates hintereinander. Rechne beides durch, bevor du das erste Composer-Update startest.

Bei 6.6 ist der wichtigste Schritt der kleinste. Liegt dein Shop unter 6.6.10, kommt das Minor-Update auf 6.6.10 vor jeder Diskussion über 6.7. Es bringt dich zurück in den Bereich mit Patch-Updates, und Minor-Updates sind laut Shopware ohne interne API-Nutzung unkritisch. Bei neuen Rechtspflichten zieht Shopware auch Funktionen nach: Den Hinweis zur gesetzlichen Gewährleistung, den die neuen EU-Informationspflichten verlangen, gibt es inzwischen auch in 6.6.10.

Danach planst du 6.7 mit Puffer. Der erweiterte Support für 6.6 endet mit dem Release von 6.8, und der Termin steht noch nicht fest. Wer erst mit der Ankündigung startet, migriert unter Zeitdruck.

So läuft ein Shopware-Update ab

Ein Major-Update ist ein Projekt mit festen Schritten. Shopware beschreibt den Ablauf in der Entwicklerdokumentation ausführlich, in der Praxis entscheiden diese sechs Schritte:

  1. Bestand aufnehmen. Shopware-Version, PHP- und Datenbankversion, alle Plugins mit Herkunft (Store, Agentur, Eigenbau) und das Theme. Die installierte Version zeigt dir composer show shopware/core. Erweiterungen sollten über Composer verwaltet werden, sonst kann der Upgrade-Assistent sie nicht mit auflösen.
  2. PHP zuerst. Shopware unterstützt immer eine überlappende PHP-Version. Du kannst also vor dem Shopware-Update auf die Mindestversion des Ziel-Majors wechseln.
  3. Kompatibilität prüfen. Der Upgrade-Assistent der Shopware CLI prüft im Testlauf Projekt und Erweiterungen, ohne Dateien zu ändern.
  4. Auf Staging updaten und testen. Mit einer Kopie der Produktivdaten: UPGRADE.md durcharbeiten, Plugins anpassen, dann Checkout, Login, Zahlungsarten und Schnittstellen testen. Rector und die Codemods für die Administration nehmen einen Teil der Anpassungen ab.
  5. Backup, Wartungsmodus, Go-live. Datenbank und Dateien sichern, Verkaufskanäle in den Wartungsmodus setzen, nach dem Deployment bin/console system:update:prepare und bin/console system:update:finish ausführen, danach den Wartungsmodus beenden.
  6. Nach dem Go-live beobachten. Logs auf neue Fehler und Deprecations prüfen, Caches leeren und Assets bei Bedarf neu bauen.

Der Testlauf aus Schritt 3 sieht so aus:

shopware-cli project upgrade \
  --no-interaction \
  --target latest-patch \
  --dry-run

Den Web-Updater in der Administration empfiehlt Shopware nur für kleine Shops. Das Update läuft dort im Browser und kann bei größeren Installationen an Timeouts und Speichergrenzen scheitern. Wie wir Updates über eine Staging-Umgebung ausrollen, beschreibt unsere Seite zur Shop-Wartung.

Security-Plugin: Überbrückung, kein Ersatz für Updates

Das kostenlose Security-Plugin von Shopware schließt bekannte Lücken, ohne dass du Shopware selbst aktualisierst. Version 4 deckt 6.7 ab, Version 3 die 6.6 und Version 2 die 6.5. Die Version 1 für 6.4 wird nicht mehr gepflegt. Auf einem einzelnen Server installierst du es über den Extension Store in der Administration, in Projekten mit CI-Deployment per Composer:

composer require store.shopware.com/swagplatformsecurity
bin/console plugin:refresh
bin/console plugin:install --activate SwagPlatformSecurity
bin/console cache:clear

Die Grenze steht in der Doku in einem Satz: Lücken in Abhängigkeiten wie Symfony oder Twig deckt das Plugin nicht ab. Dafür brauchst du ein Update der Abhängigkeit oder von Shopware selbst.

Wie real das ist, zeigte der Juni 2026. Für eine Lücke in Twig konnte das Plugin 6.5-Installationen nach Shopwares eigener Aussage nicht schützen, nötig war ein Twig-Update. Shopware hat dafür ausnahmsweise noch einen 6.5-Patch veröffentlicht. Darauf solltest du bei der nächsten Lücke nicht bauen. Welche Risiken in einem Shopware-Stack sonst auftreten, ordnet unser Beitrag zu den OWASP Top 10 für Shopware ein.

Was ein Shopware-Update kostet

Eine seriöse Zahl ohne Blick auf den Shop gibt es nicht. Der Aufwand hängt an wenigen Treibern:

  • Übersprungene Majors: Jedes Major bringt eigene Breaking Changes, sie addieren sich.
  • Plugins: Store-Plugins brauchen eine kompatible Version des Herstellers. Eigenentwicklungen muss jemand anpassen, intern oder über eine Shopware-Plugin-Entwicklung.
  • Eigenes Theme: jQuery-Altlasten vor 6.5, Barrierefreiheit seit 6.7, Microdata mit 6.8.
  • Admin-Erweiterungen: Vue 3 mit 6.6, Vite und Pinia mit 6.7.
  • Schnittstellen: ERP, PIM und Zahlungsanbieter müssen nach jedem Major neu getestet werden.
  • Tests: Ohne automatisierte Tests wird jeder Durchlauf Handarbeit.

Laufende Kosten für Lizenz, Hosting und Agentur haben wir auf der Seite zu den Shopware-Kosten aufgeschlüsselt. Für die Gesamtrechnung lohnt der Blick auf die Total Cost of Ownership. Ein verschobenes Update spart kein Geld. Es verlegt die Kosten in einen größeren, riskanteren Block. Planbar wird das mit einem Wartungsvertrag, der Minor-Stände laufend nachzieht, etwa über unseren Shopware Support mit SLA.

Fazit: Erst den Stand klären, dann den Sprung planen

Prüf zuerst, auf welchem Minor-Stand dein Shop wirklich läuft. Steht er auf einem 6.6-Stand unter 6.6.10, ist das Update auf 6.6.10 der Schritt für diesen Monat. Läuft er auf 6.6.10, gehört das 6.7-Update in die Planung der nächsten Monate, bevor 6.8 erscheint.

Wer schon auf 6.7 ist, nutzt die Zeit bis 2027 für PHP 8.5, die Datenbank und die XML-Service- und Routen-Konfiguration deiner Plugins. Und wer noch auf 6.5 oder älter sitzt, hat kein Update-Thema mehr, sondern ein Projekt.

Wenn du das Update nicht allein stemmen willst, übernehmen wir als Shopware Agentur Bestandsaufnahme, Plugin-Prüfung und Update.

Häufige Fragen zu Shopware-6-Versionen

Welche Shopware-Version ist die aktuellste?

Shopware 6.7, erschienen am 17. Juni 2025. Dazu erscheint jeden Monat ein Minor-Release; welcher Stand aktuell ist, zeigen die Release-Notes. Die nächste Major-Version 6.8 ist für 2027 geplant.

Wie lange wird Shopware 6.6 noch unterstützt?

Der letzte Minor-Stand 6.6.10 bekommt Patch-Updates, bis Shopware 6.8 erscheint. Danach gibt es laut Versionskalender Sicherheitsfixes über das Security-Plugin bis voraussichtlich Ende Februar 2028. Die Stände 6.6.0 bis 6.6.9 bekommen schon jetzt nur Sicherheitsfixes über das Plugin, voraussichtlich bis Ende Februar 2027.

Kann ich von Shopware 6.5 direkt auf 6.7 updaten?

Shopware rät davon ab, Major-Versionen zu überspringen, solange der komplette Upgrade-Pfad nicht getestet ist. Sicherer ist der Weg über 6.6: erst auf 6.6.10, testen, dann auf 6.7. Beide Schritte lassen sich in einem Projekt bündeln, wenn die Staging-Umgebung steht.

Muss ich jedes monatliche Shopware-Update installieren?

Nein. Laut Shopware ist es nicht nötig, jeden Monat zu aktualisieren. Sicherheitsfixes solltest du aber immer einspielen, über das Security-Plugin oder ein Update. Entscheidend ist, vor dem nächsten Major auf dem letzten Minor-Stand zu landen, denn nur dieser bekommt erweiterten Support.

Gibt es eine Shopware 7?

Nein, eine Shopware 7 ist nicht veröffentlicht. Shopware zählt die Major-Versionen innerhalb von Shopware 6 hoch, als nächstes Major ist 6.8 für 2027 angekündigt.

Bereit für den nächsten Schritt?

Setz das Gelernte direkt um – wir unterstützen dich dabei.

Weitere Beiträge