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Headless CMS

Zuletzt aktualisiert am

Kurz erklärt

Ein Headless CMS ist ein Content-Management-System, das Inhalte nur verwaltet und über eine Schnittstelle (API) ausliefert, aber selbst keine fertigen Webseiten erzeugt. Der „Kopf“, also die Darstellungsschicht, fehlt.

Welche Website, App oder welcher Bildschirm die Inhalte anzeigt, entscheidet ein separates Frontend, das die Daten per REST- oder GraphQL-API abruft.

Wie ein Headless CMS funktioniert

In einem klassischen („gekoppelten“) CMS wie WordPress oder TYPO3 im Standardbetrieb liegen Redaktion, Datenhaltung und Template-Rendering in einem System. Ein Headless CMS trennt das: Das Backend speichert strukturierte Inhalte wie Seiten, Artikel, Produkte oder Teammitglieder und stellt sie als JSON bereit. Das Frontend, häufig gebaut mit Next.js, Nuxt oder als native App, holt die Daten ab und rendert sie. Damit Suchmaschinen und KI-Crawler die Inhalte sehen, sollte das Frontend serverseitig rendern; mehr dazu unter Server-Side-Rendering.

Aktualisiert die Redaktion einen Inhalt, informiert das CMS das Frontend meist per Webhook, damit der Cache gezielt erneuert wird.

Headless oder klassisch: Was passt zu dir?

Wir prüfen dein Setup und sagen dir ehrlich, ob sich ein entkoppeltes Frontend für dein Team und Budget lohnt.

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Arten von Headless CMS

  • API-first-Systeme wie Contentful, Strapi, Storyblok oder Sanity wurden von Anfang an ohne eigenes Frontend gebaut.
  • Klassische CMS im Headless-Modus wie TYPO3 mit EXT:headless oder WordPress über seine REST-API behalten ihr Backend und liefern zusätzlich JSON aus.
  • Commerce-Systeme wie Shopware mit der Store API folgen demselben Prinzip für Shops, siehe Headless Commerce.
Headless CMS und klassisches CMS im Vergleich
KriteriumKlassisches CMSHeadless CMS
Frontendeingebaut (Templates, Themes)separat, frei wählbar
Kanälevor allem eine WebsiteWebsite, App, Displays, Shop
Vorschau für die Redaktiondirekt eingebautmuss im Frontend gebaut werden
Entwicklungsaufwandgeringerhöher, dafür mehr Freiheit
Betriebein Systemzwei Systeme mit eigenem Deployment

Wann sich ein Headless CMS lohnt

Ein Headless CMS spielt seine Stärken aus, wenn dieselben Inhalte in mehreren Kanälen erscheinen, wenn ein Entwicklerteam mit React oder Vue arbeiten will oder wenn die Website Teil einer größeren Plattform mit Portal oder Shop ist. Für eine einfache Unternehmenswebsite ist ein klassisches CMS meist günstiger, weil Vorschau, Templates und Betrieb dort schon fertig sind.

Ein praktisches Beispiel

Ein Mittelständler pflegt Produktinformationen, Stellenanzeigen und News in TYPO3. Mit EXT:headless liefert TYPO3 diese Inhalte als JSON an eine Next.js-Website und gleichzeitig an die Mitarbeiter-App. Die Redaktion pflegt alles an einer Stelle, beide Kanäle bleiben automatisch aktuell. Wie das technisch funktioniert, zeigt unser Beitrag Headless TYPO3 mit Next.js; mehr zu TYPO3 selbst im Eintrag TYPO3.

Häufige Fragen zum Headless CMS

Was ist der Unterschied zwischen Headless CMS und Headless Commerce?

Ein Headless CMS verwaltet redaktionelle Inhalte, Headless Commerce trennt das Frontend eines Shopsystems von seiner Commerce-Logik. Beide folgen demselben Prinzip und werden oft kombiniert.

Ist ein Headless CMS schneller?

Nicht automatisch. Die Geschwindigkeit hängt vom Frontend und vom Caching ab. Ein gut gecachtes klassisches CMS kann genauso schnell sein.

Brauche ich Entwickler für ein Headless CMS?

Ja. Das Frontend muss jemand bauen und betreiben. Die Redaktion arbeitet danach wie gewohnt im Backend.

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